BerR 4,7 knüpft an BerR 4,2 an – es geht um die Beschaffenheit und um die Funktion des Himmels, der Himmel. Der folgenreiche zweite Schöpfungstag, an dem mit der Trennung von Himmel und Erde die Weichen für alles weitere gestellt wurden, wird nun abgeschlossen und die Trennung bestätigt. Nun sind Erde und Himmel jede/r für sich. (Wenn man sich das Schöpfungsgeschehen doch als das Drama einer Heiligen Hochzeit vorstellt, wäre zu fragen, ob sie nicht erst jetzt zueinander in Beziehung treten können.)
In BerR 4,7 wird der Vers Gen 1,8 ausgelegt: Und Gott nannte die Wölbung Himmel; und es wurde Abend und es wurde Morgen – ein zweiter Tag.
Dem Midrasch geht es um die Bedeutung des Namens, den die Wölbung über der Erde – das Firmament, der raqia – nun bekommt. Himmel, schamajim – was soll das heißen? Weiterlesen